SEO vs Ads

von Mrz 12, 20200 Kommentare

SEO vs Ads – Macht Suchmaschinenoptimierung wegen Google Ads noch Sinn oder was?

SEO vs Ads: Sollte man in die Optimierung seiner Seiten zu Gunsten einer besseren Auffindbarkeit über Google investieren oder gleich entsprechende Anzeigen schalten? Was hat es mit den Keywords und Landingpages auf sich? Oder sagt man Targetpages? Hast Du Dir diese Fragen auch schon gestellt. Dann hör doch mal rein.

Automatisch transkribiert:

Carsten: [00:00:12.58] Jagata – Ja der Carsten grüß Dich – „hey“ – du, ich hätte mal eine Frage, und zwar hat ein Kunde von mir, der macht bei mir Google AdWords.

Carsten: [00:00:23.98] Diese Anzeigen für Anzeigen schalten, wenn du bei Google etwas suchst und hat gemeint, er möchte ganz [00:00:30.0] gerne auch wieder SEO machen. Jetzt hat man mir gemacht, meint er, möchte die organischen Treffer bei Google wieder optimieren. Und eigentlich, muss ich sagen, hab ich vor zwei, drei Jahren entschieden. Ich möchte keine Suchmaschinenoptimierung mehr anbieten, weil Google AdWords so unheimlich omnipräsent sind. Das heißt, es gibt ja in den umkämpften Bereichen vier Anzeigen, bevor überhaupt mein organische Treffer kommt. Und jetzt weiß ich nicht Wie siehst du das? Ist Suchmaschinenoptimierung [00:01:00.0] schon wieder tot oder lebt es noch?

Sven: [00:01:04.29] Aus meiner Sicht kommst du nicht dran vorbei. Ich habe hier bei mir ein ganz lustiges Beispiel. Ich kenne jemanden, der einfach auf Google Anzeigen gar nicht klickt und mit der Begründung „Das sind ja Anzeigen“. Sodass da eben die organische Reichweite dann natürlich eine große Rolle spielt, obwohl [00:01:30.0] es sich ja gar nicht um Organe handelt. Das heißt ja, die Suchmaschinenoptimierung, um in der Reihenfolge bei Google möglichst nach oben zu kommen, halte ich für für eine wichtige Geschichte. Was, was allerdings dann in irgendeiner Form erklärt werden muss, ist, dass das nicht über Nacht funktioniert und ich häufig dann die Kombination empfehle.

Carsten: [00:01:58.91] Okay, also tatsächlich, [00:02:00.0] ich hab noch einen Beitrag gefunden von Johannes Beus Sistrix. Der hatte 2017 Mal herausgefunden, dass nur sieben Prozent überhaupt auf Google AdWords anzeigen klicken. Das heißt 93 Prozent wirklich ganz bewusst im organischen Bereich. Dann habe ich aber noch einen Beitrag gefunden vom Rand Fischken. Das ist der Teil der Arbeit für MOS. Das ist ein amerikanischer Anbieter. Der hat letztes Jahr herausgefunden, dass nur noch 40,00 Prozent insgesamt [00:02:30.0] auf die organischen Links geklickt werden, weil natürlich speziell in Amerika Google ja auch so ganz viele Informationen schon mit anzeigt. Die Suchergebnisse Seite hat sich ja in den letzten drei Jahren doch signifikant verändert. Also wenn du zum Beispiel mit nach Berlin suchst, dann kriegst du ja schon gleich eine Grafik angezeigt, wo das Wetter für Berlin angezeigt wird. Und du musst nirgendwo mehr anklicken. Ja, ich weiß nicht, ob 50 Prozent Chance, dass im organischen Bereich geklickt wird. Also da meinst [00:03:00.0] du auch die Chance. Und deswegen mischen sowohl als auch, was ich ganz besonders spannend finde.

Sven: [00:03:08.85] Und das würde ich von dir gern mal hören, wie du das mit der Vorauswahl der möglichen Suchanfragen machst, der sogenannten Keywords.

Carsten: [00:03:20.08] Also ich stelle mir Keywords zusammen, also mit Keyword Analyse, wie man das halt so macht. Das heißt, man sammelt einfach mal alle Begriffe, die für einen selbst oder für [00:03:30.0] die Website, die ich da bewerben möchte, interessant sein könnten. Da gibt’s Tools dafür. Da gibt’s aber natürlich auch ein Bordmitteln, das heißt Brain, also der Kopf, der eigene, die eigenen Inspirationen, die eigenen Ideen. Ne Keyword Sammlung, macht es häufig auch so bei größeren Unternehmen. Die Aufgabenstellung halt einfach mal auch an die Mitarbeiter übertragen. Die sollen mal sich überlegen, jeder für sich im geschlossenen Kämmerchen, wie er sich das Unternehmen suchen würde, und diese ganzen Ideen einfach mal in einen Topf schmeißen und bewerten. [00:04:00.0] Das heißt zu gucken wie häufig wird dann tatsächlich nach dem oder dem Suchbegriff gesucht? Und damit habe ich zunächst mal einen bunten Topf an Wörtern, an Suchbegriffen, die es dann allerdings gilt auseinanderzudividieren, zu gruppieren, dass sie zusammen Sinn machen. Und ich sage dann immer So Stellt euch vor, ihr habt ein Haufen Lego-Steinen irgendwo rumliegen, grüne, blaue, rote, und die sortieren wir auseinander [00:04:30.0] und machen da kleine Häufchen draußen rotes Häufchen, grünes Häufchen, blaues Häufchen. Und diese Keywörter, die in dieser Gruppe drin sind. Die werden dann gemeinschaftlich bearbeitet. So mache ich das.

Sven: [00:04:41.61] Du hast gerade gesagt, du Bewährtes, die ja. Nach welchen Kriterien und wie baust du dir dann so eine Liste auf? Ist das dann mal eine klassische Excel-Tabelle?

Carsten: [00:04:54.17] Ja, im Prinzip genau. Das heißt, es gibt ja bei Google AdWords den bezahlten [00:05:00.0] Anzeigen Service von Google, den Keyword Planer. Der ist kostenfrei. Da kann ich eben. Meine Ideen, die ich so habe rein füllen und kann dann von Google, kriege ich die Antwort letztlich, wie häufig so ein Begriff in etwa gesucht wird das natürlich keine konkret ganz genauen Zahlen, aber so eine Hausnummer. Reden wir von 100 000 mal im Monat oder reden wir von 20 mal im Monat. Und das meine ich mit bewerten zu sagen Okay. Wie [00:05:30.0] häufig wird das Keyword gesucht? Dieser Suchbegriff in Richtung Video.

Sven: [00:05:35.98] Wobei das führt, glaub ich, war es jedenfalls so häufig. Immer etwas missverstanden? Wenn man von einem Keyword spricht, ist es für uns schon mittlerweile völlig normal zu wissen, dass ein Keyword durchaus eben auch eine Phrase sein kann. Das heißt also aus mehreren Worten, dass das, was ich im Kopf, aber mit dem Wort Keyword produziere, ist erst mal ein Wort, und [00:06:00.0] das ist eben nicht so. Deswegen meine ich auch Suchbegriff.

Carsten: [00:06:04.0] Umgangssprachlich hat sich so ein bisschen stimmt. Es hat sich ein bisschen blöd etabliert. Dieses Wort ki wird, weil es eigentlich eine Phrase ist, richtig.

Carsten: [00:06:13.07] Genau so, und das heißt das Volumen für eine solche Suchanfrage- Möglichkeit Sagen wir es mal so Die kann man eben in Zahlen sich ausrechnen lassen von Google, dass man also sagt, das wird eben 20 mal gesucht, das wird hundertmal gesucht im Monat. Und [00:06:30.0] damit kann ich die bewerten. Wenn ich jetzt in dem Bereich Adwords geht, dann guckt man natürlich auch mal auf den Preis. Also was würde denn so einen Klick kosten? Und da ist es ja im Versicherungsbereich zum Beispiel durchaus üblich, dass so ein Klick auch mal 20 Euro kostet. Und da muss man natürlich auch abhängig vom Budget auch entscheiden, ob man so ein Keyword dann für eine Kampagne oder Google halten Sie inzwischen wieder zum Einsatz bringen möchte. Wenn Sie so teuer sind, ist es das wert. Und [00:07:00.0] im Gegenzug dazu Wenn ich Suchmaschinenoptimierung machen möchte, muss ich natürlich auch gucken Wie gut sind die Chancen? Was heißt Wie viel Konkurrenz habe ich mit diesem Keyword? Habe ich überhaupt eine realistische Chance Mittel oder langfristig auch die vorderen Plätze zu belegen?

Carsten: [00:07:15.84] Eins ist klar Ein bisschen SEO machen und vom Platz Position 90 auf Position 60 zu optimieren, ist unterm Strich gar nix.

Sven: [00:07:26.15] Nur ist nur gut für die Statistik richtig richtig.

Carsten: [00:07:30.37] Also [00:07:30.0] wir reden dann schon immer. Es muss schon immer in die Top Ten gehen, weil sonst. Das heißt die ersten Google Treffer, die ersten zehn. Da wird es dann langsam interessant. Und dann ist natürlich das zweite Oben, Top drei, Top eins ja, natürlich immer das schönste Ziel, wenn wir das Spielchen gedanklich jetzt weiter fortführen.

Sven: [00:07:51.48] Okay. Ich habe also jetzt einen bunten Strauß an Legosteinen nämlich, der meine Suchanfragen, meine Keywords, habe meine [00:08:00.0] Seiten entsprechend optimiert. Aber vielleicht auch nochmal drüber reden, irgendwann, wie man sowas dann anpacken kann.

Sven: [00:08:13.65] Jetzt hab ich das Glück, und da klickt tatsächlich einer. Was passiert dann? Ich habe ganz viele Kunden, die dann erst mal sagen Ich habe da eine Homepage. Wozu [00:08:30.0] brauche ich eine Tagetpage? Wozu brauche ich eine Landingpage? Auf meiner Seite ist doch alles.

Carsten: [00:08:41.94] Das ist jetzt wieder ein ganz, ganz großes Themengebiet. Im Endeffekt, weil es geht jetzt um das Abholen des Besuchers. Der Besucher hat gesucht, nach mir spontan nichts ein Hasenstall bauen, und ich komme jetzt auch Schreinerei Seite raus. [00:09:00.0] Auf der Startseite. Und da bietet dieser Schreiner Schränke und Stühle an, und ich will aber doch eigentlich ein Hasenstall bauen. Dann wäre es wichtig, dass ich mit der Seite Hasenstall Was auch immer da enthalten ist, ob das ein Aushält ist oder wie auch immer oder einfach bloß eine Anleitung, dass das der Suchende auf dieser Seite rauskommt, sodass er dann sofort erkennt Oh ja, hier bin ich richtig. Ich wollte zwar schon einen Schreiner vielleicht oder [00:09:30.0] Hinweise, Tipps von einem Schreiner. Aber eigentlich möchte ich Hasenstall bauen. Ideale Voraussetzung ist Ich komme thematisch zu 100 Prozent daraus, wonach ich gesucht hatte.

Carsten: [00:09:41.74] Das ist eigentlich so die Intention oder die Idee einer Landingpage, wobei Landingpages, glaube ich, im Marketing halt einfach als sehr isoliert gesehen werden. Nennen Sie mal Targetpage, also passt wie Arsch auf Eimer. Also sagt er Ich suche nach einem Haselsteiner und komme auf eine Seite raus. Da gibt’s gleich schon in der überschrift und [00:10:00.0] mit dem Bild und mit dem Text Einfach um Hasenstelle.

Sven: [00:10:05.29] Ich hab das dann mal mit mit der Situation in Einzelhandelsladen verglichen.

Sven: [00:10:14.35] Wenn ich mir vorstelle, da betritt jemand meinen Laden Mittelalter Herr und das erste, was ich mache, ist klar.

[00:10:26.35] Ich begrüßt den, nachdem dann die Begrüßung [00:10:30.0] durch ist. Was mache ich denn? Ich frag den willste völlig normal?

[00:10:37.54] Diese Frage watt willste?

Sven: [00:10:41.35] Die hat Google quasi schon beantwortet, weil er dort genau das eingegeben hat, was er will. Richtig. Ergo ist die Erwartungshaltung im Ladengeschäft die gleiche wie dann auf der Website. Ich hab gesagt, was ich will. Und [00:11:00.0] würde ich nicht darauf reagieren im Ladengeschäft und diesem mittelalten Herren? Dann sagen Ich habe hier tolle Kinderschuhe. Ich hab hier Sport Badeanzüge. Der würde mich irgendwie komisch angucken. Richtig richtig. Und womit? Mit Recht. Und genau jetzt kommt eben die Targetpage zum Einsatz, weil [00:11:30.0] ich weiß ja eigentlich, wonach der gesucht hat, um jetzt bei deinem Beispiel zu bleiben. Bei beidem Stall und verdammt nochmal, dann biete ich ihm aber auch jetzt nur das an und mache nicht den bunten Strauß an Möglichkeiten, auf was ich noch alles kann, weil für den Suchenden ist da alles andere. Schränke, Sofa, Stühle? Völlig egal. Ich will mein Hasenstall, genauso wie der Herr seinen Wunsch geäußert hat [00:12:00.0] und jetzt eben nicht irgendwie Kinderschuhe angeboten werden. Es ist toll, dass ihr das auch könnt, aber danach such ich gerade nicht. Und wenn man sich dann so ein Gespräch vorstellt, wie das im Laden laufen würde, wie abstrus das wäre, hat man, glaub ich, dann auch eine ganz gute Idee dafür, warum man eben so eine Tagespflege oder eben Landingpage haben sollte und, und und, umsetzen sollte.

Carsten: [00:12:25.56] Ja, genau so sehe ich das auch. Ja, du dann noch mal ganz kurz zusammen. SEO [00:12:30.0] ist nicht tot. Wir haben gesagt, wir könnten idealerweise mischen. Das heißt also Google AdWords verwenden, um schnell zu Ergebnissen zu kommen. Suchmaschinenoptimierung nach wie vor. Um auch langfristig den Wert des Unternehmens zu steigern, muss man ja ganz klar sehen.

Carsten: [00:12:49.54] Und ganz, ganz wichtig.

Carsten: [00:12:52.81] Diese Werbemaßnahmen, wo wir bei Google um Aufmerksamkeit werben, dann auch entsprechend richtig zu beantworten, [00:13:00.0] indem wir halt mit Landingpages oder Target Pages arbeiten.

Sven: [00:13:04.03] So richtig oder perfekt, die im Idealfall tatsächlich auch noch eine Handlungs Aufforderung beinhalten.

Carsten: [00:13:11.13] Das ist natürlich etwas, was häufig vergessen wird. Das muss man ganz klar sagen. Das sehe ich so oft jetzt auch bei diesen Kunden, von denen ich jetzt. Eingangs erzählt habe, habe eigentlich wirklich ein Grundproblem die Seite nicht gemacht. Jetzt aber machen freue ich mich. Und da ist es eben genau so Da ist ganz viel [00:13:30.0] Text zu es auch viele Vertrauensmerkmale sind drin, irgendwelche Zertifikate et cetera. Aber was fehlt, ist irgendwie. Hier ist das Formular, das würde ich bitten würden auszufüllen, damit wir ins Geschäft kommen können. Das ist so versteckt. Das ist richtig schade damit richtig. Da wird richtig viel Geld verbrannt.

Sven

Sven

Berater für digitale Sichtbarkeit. Jahrgang ´71 "Onliner der ersten Stunde"
Veröffentlicht: Mrz 12, 2020
Postkategorie: NordSüd-digital Talk
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